BELLA KUBLANOVA
Bulgheroni Artist
Konzertflötistin
Flötenpädagogin
Musikpädagogin
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BIOGRAPHIE
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Bella Kublanova ist eine überaus engagierte und vielseitige Musikerin. Sie ist gleichermaßen zu Hause auf der modernen Flöte wie auf historischen Flöten des 18. und 19. Jahrhunderts. Diese "Doppelspezialisierung" entspricht ihrem Interesse von grenzüberschreitenden Projekten.
Die Gegenüberstellung von "Neuer Musik" und "Alter Musik" hat sie in ihrem künstlerischen Leben als sehr besondere Aufgabe gewählt und geht unbeirrt diesen Weg. Dabei kommen naturgemäß außergewöhnliche Ergebnisse zu Tage, die in wohltuender Weise vom Mainstream abweichen
Prof. Karl Kaiser
Bella Kublanova ist eine Flötistin, Kuratorin und künstlerische Leiterin, deren Arbeit die 16.
und 21. Jahrhunderte mit bemerkenswerter konzeptioneller Klarheit verbindet. Sowohl auf historischen Flöten als auch auf modernen Instrumenten fühlt sie sich gleichermaßen zu Hause und hat eine einzigartige künstlerische Identität entwickelt, die im Dialog zwischen Epochen, Klangästhetiken und kulturellen Traditionen verwurzelt ist. In Karlsruhe bringt sie nun ein hoch ambitioniertes Projekt zum Leben: die Renaissance des reichen, dabei oft übersehenen Flötenrepertoires der Stadt Karlsruhe in einer historisch bewussten und zukunftsorientierten Perspektive.
Als international agierende Interpretin tritt Bella sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin auf. Auf einer Vielzahl von Flöten verschiedener Epochen gibt sie Konzerte und macht Aufnahmen, so auf der Traversflöte, der modernen Flöte, auf Piccolo, auf Renaissance-Flöten und klassischen Klappenflöten. Dabei liegt ihr Fokus immer auf Klangästhetik und instrumentenspezifischem Repertoire. In ihrer Erkundung der modernen Klangfarben und Texturen spielt die Musik von
Edison Denisov eine wichtige Rolle. Ebenso Kooperationen mit zeitgenössischen Komponisten wie Elena Firsova, Dmitry Smirnov (1948–2020), Felix Treiber und Igor Drukh. Ein weiterer zentraler Bestandteil ihrer künstlerischen Vision ist die Musik des Komponisten Vadim Werbitzky, dessen tief persönliche und expressive Sprache Bella als verborgenen Schatz betrachtet. Ihr Engagement für Werbitzkys Werk ist sowohl künstlerisch als auch menschlich: Als seine Lebenspartnerin widmet sie Zeit und Energie, um seine Stimme einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, und ist davon überzeugt, dass seine Musik ihren Platz auf internationalen Bühnen verdient.
Bella ist die Gründerin mehrerer Konzertinitiativen, darunter das langjährige
Festival Zeitlose Musik, welches das Zusammenspiel historischer und zeitgenössischer Klangwelten durch interdisziplinäre Formate erforscht. Sie initiierte auch das Projekt „So klingt die Flöte in Karlsruhe“ und die Konzertreihe #telemanie. Ihre Arbeit wurde von Kritikern für ihre „Meisterschaft bei äußerer Zurückhaltung und innerer Anteilnahme am Werk“ (BNN) gelobt und ist weithin für ihre konzeptionelle Stärke und künstlerische Unabhängigkeit anerkannt.
Derzeit entwickelt Bella das Projekt „Museumslärm: Zeitsynthese“, das Traversflöte und moderne Flöte, Synthesizer, neue Kompositionen, Klanginstallationen und Live- Performances zusammenbringt. In Zusammenarbeit mit dem Komponisten Vadim Werbitzky und der mitwirkenden Philosophin und Performerin Olga Pak vereint das Projekt kompositorische Schichten, instrumentale Integration und philosophischen Dialog in einem einzigartigen Aufführungsformat.
Ihre künstlerische Entwicklung wurde durch Meisterkurse mit legendären Persönlichkeiten wie Barthold Kuijken und Aurèle Nicolet sowie durch Studien an der Hochschule für Musik Karlsruhe (bei Prof. Renate Greiss-Armin) und dem St. Petersburger Konservatorium (bei Prof. Alexandra Vavilina-Mravinskaya und bei Prof. Denis Lupachev) abgerundet. Vor kurzem erhielt sie ihren Master-Abschluss in Traversflöte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HFMDK) bei Prof. Karl Kaiser.
Im Rahmen ihrer Masterarbeit forschte Bella über den Karlsruher Komponisten Giacinto Schiatti und konnte eine bedeutende Entdeckung machen: Auf Grundlage von Archivdokumenten und historischen Zeitungen aus dem 18. Jahrhundert gelang es ihr, das bislang unbekannte Geburtsdatum des Komponisten zu ermitteln. Ihre Masterarbeit wurde im Juli 2025 im Open‐Access-Repositorium RegionaliaOpen der Badischen Landesbibliothek (BLB) veröffentlicht und ist seitdem weltweit über wissenschaftliche Suchplattformen zugänglich (blb-karlsruhe.de und regionalia.blb-karlsruhe.de).
Seit 2025 nimmt sie zudem an einem einjährigen Promotionsvorbereitungsprogramm teil, in dem sie die Grundlagen für ein zukünftiges Dissertationsprojekt im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis mit Schwerpunkt auf Kulturtransfer erarbeitet.
Als gefragte Pädagogin ist Bella die Gründerin der Flötenschule „Giacinto Schiatti“ in Karlsruhe, in der sie Schüler aller Niveaus unterrichtet. Sie ist auch als Dirigentin, Forscherin und Kulturorganisatorin aktiv, mit einem Fokus auf regionale Musikgeschichte und Wiederentdeckung vergessener Repertoires am Karlsruher Hof.
Seit 2014 ist sie Bulgheroni-Artist – ihre enge Verbindung zum Haus Fratelli Bulgheroni basiert auf dem Spiel eines ihrer international geschätzten Piccoli.
Bella wurde in Wladiwostok, im russischen Fernen Osten, in eine kulturell vielfältige Familie geboren, deren Wurzeln sich über mehrere Traditionen erstrecken. Ihre Eltern — beide Physiker — vermittelten ihr von klein auf eine wissenschaftliche Weltanschauung und Offenheit für Kultur. Ihr Vater verstarb, als sie zwei Jahre alt war, und sie wurde von ihrer Mutter großgezogen, deren tiefe moralische Werte und interkulturelles Erbe eine bedeutende Rolle in Bellas innerer Welt spielten. Während ihre musikalische Erziehung in der russischen Kultur verwurzelt ist, beschränkt sich Bella nicht auf eine einzelne Nationalität oder ein System — vielmehr wird sie von einem Gefühl der Universalität und
einer gemeinsamen Menschlichkeit getragen. Sie sieht sich als Künstlerin der Erde, geformt von einer Vielzahl von Traditionen.
Nach über 20 Jahren in Deutschland betrachtet Bella Karlsruhe heute als ihr künstlerisches und persönliches Zuhause. Gemeinsam mit ihrem Ehegatten, dem Komponisten Vadim Werbitzky, lebt sie dort mit ihren vier Kindern.
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Hörbeispiele
••• G.Ph.Telemann Concerto in D-Dur TWV 51:D2 für FLöte, Streicher und B.C. 2.Satz • Antonio Vivaldi Concerto für Piccoloflöte , Streicher und B.C. in C-Dur RV443, 1.Satz • ••• •••••
Referenzen
Frau Bella Kublanova ist eine überaus engagierte und vielseitige Musikerin. Sie ist gleichermaßen zu Hause auf der modernen Flöte wie auf historischen Flöten des 18. und 19 Jahrhundert. Diese "Doppelspezialisierung" entspricht ihrem Interesse von grenzüberschreitenden Projekten. Die Gegenüberstellung von "Neuer Musik" und "Alter Musik" hat sie in ihrem künstlerischen Leben als sehr besondere Aufgabe gewählt und geht unbeirrt diesen Weg. Dabei kommen naturgemäß außergewöhnliche Ergebnisse zu Tage, die in wohltuender Weise vom Mainstream abweichen. Karl Kaiser, Professor für historische Flöten, Hochschule für Musik und darstellende Kunst, Frankfurt a.M. • ••••••"Frau Bella Kublanova ist eine vorzügliche Musikerin mit hohen technischen Fähigkeiten und überragender emotionaler Sensibilität. Ich bin der festen Überzeugung, daß sie gerade in der Arbeit mit Kindern/Jugendlichen wichtige musikalische und menschliche Werte vermitteln kann. Ich sehe in Frau Kublanova eine außergewöhnliche Musikerin und Pädagogin." Ralph Hammer, Chorleiter und Organist an der KHG Karlsruhe •••
•••"Ich konnte Bella Kublanova als eine hervorragend ausgebildete, ausgesprochen sorgfältige und intelligente Musikerin kennenlernen. Sie ist als Interpretin auf ihren Instrumenten (zu denen neben der Normalen Querflöte auch Altflöte, Piccoloflöte und die Traversflöte in barocker Mensur gehören) mit Musik aller Epochen den jeweils aufgeführten Komponisten eine engagierte und überaus kundige Sachwalterin, damit das Idealbild einer Interpretin." Hartmut Becker, Dramaturg und Musikwissenschaftler ••• • ••••• •
Kontakt:
bellaflauta@gmail.com
Handy: 0179 342 09 07